top of page
Buchrücken

Lichtlied

Die letzte Hexe von Marengo

Buchtitel und Cover

Das Lichtlied

Das Lied, alt wie die Welt – in einem armen tessiner Tal inszeniert die kapriziöse schwarze Madonna wieder einmal ihren Evergreen. Denn mit der Liebe auf Erden ist es gar mager bestellt. Trübe Zeiten, doch sie hat einen Joker in petto: ihren charismatischen Lieblingssohn. Ein gottverlassenes Dorf, archaische Zustände, der zu schöne Maurer und zu viele Frauen – die Schwarzgeflügelte sonnt sich im Glanze ihrer gelifteten Miene und pustet über die frisch gelackten Krallen – denn wahre Liebe geht über Leichen.

 

Ausgabe: Taschenbuch

Erscheinungsdatum: 13.08.2026

ISBN: 9783830120063

Sprache: Deutsch

Umfang: 260 Seiten

Verlag: Fischer, R. G.

Der Roman in Kürze

Ein weltenalter Plot - in den dunklen Zeiten tritt das vergessene Lied der Schwarzen Madonna jeweils wieder wie von ungefähr aus dem Schatten ins Scheinwerferlicht. Dieses Mal weist das Spotlight auf das ärmste aller armen Dörfer im Tessin. Zwischen unüberwindbaren Schluchten und unerreichbaren Gipfeln herrschen ideale Rahmenbedingungen.

 In den traditionell patriarchalischen Strukturen dreht sich seit Jahrhunderten alles um die Männer. Selbst zwei zugezogene Deutsche, die es von Haus aus besser wissen müssten, verlieben sich unsterblich in den Lokalmatador. Gitti Hermes ist die Postbotin. Sie meint viel zu lange, über ihren Gefühlen zu stehen. Die Protagonistin aber, Beate, warte 25 Jahre vor der Kirche auf Rocco Marengo. Hure oder Heilige, da scheiden sich die Geister. Auf der Stelle stehend geht sie ihren Weg. Durch Hass und Häme, Eifersucht und Morddrohungen. Sie wird zur Hoffnung für die Hoffnungslosen. Als sie das Schweigen der Generationen durchbricht, wird es brenzlig.

Eine enge Dorfgemeinschaft als Epizentrum - Emotionen wie Überzeugungen prallen da aufeinander. Die ledige Intellektuelle Gitti, die bauernschlaue Ehefrau Susi und Aschenputtel Beate - sie gehen völlig unterschiedlich mit der Pattsituation um. Denn alle müssen verlieren. Und gewinnen zugleich. Während die Männer an ihren starren Rollen zerbrechen, wachsen die drei Frauen weit über die engen Grenzen hinaus. Jede von ihnen entwickelt ein autarkes weibliches Selbstbewusstsein. Schliesslich erweisen sich alle als Teil des höheren Ganzen, wo es kein gut oder böse mehr gibt. 

 Federführend ist die kleinkriminelle Pseudopsychologin Gitti - sie schmückt sich mit den fremden Federn ihrer unter rätselhaften Umständen verstorbenen Konkurrentin. Notgedrungen kehrt die Weltenbummlerin an den Ort zurück, den sie vor 17 Jahren fluchtartig verliess. Dort muss sie sich - zunächst widerwillig - ihrer eigenen dunklen Vergangenheit stellen. Beates nie vollendeter Roman ergänzt ihre Erinnerungen, beantwortet quälende Fragen, füllt Lücken. Auf der Suche nach prekären Details kramt die Ich-Erzählerin auch in den nahezu unleserlichen Notizen. Dort stösst sie auf ganz alte Geister und ganz neue Einsichten. Gewebt aus Vergangenheiten und Zukunftsmusik - aus den Fragmenten wächst dieses Buch. Im Kontext ihrer Erfahrungen am anderen Ende der Erde rekonstruiert Gitti Bharati Hermes bald eine grosse Liebesgeschichte, von der die alten Chroniken schon sungen. Im Kielwasser der toten „Beata Vergine di Marengo" verwandelt sie die Schattenseiten der Liebe in Licht. Lumen Mundi. 

Die Autorin

Die Autorin

Stephanie B. von Planta, geboren am 24. Dezember in der Gosse zu Köln, ist im süddeutschen Flachland aufgewachsen. Abi, Schauspielschule, diverse Jobs - sie will alles wissen. "Die andere“, die Fremde bleibt sie überall. 1989 verpflanzt ihr Mann sie erneut: in ein schroffes Tal im Tessin. Ihr Garten, der Sohn, eine Handvoll Hühner - isoliert in tiefster Provinz werden die Dorfgeschichten zu ihrer eigenen Geschichte. Und die begrabenen Hunde erheben sich eilfertig aus ihren Gruften. Stephanie B. von Planta steht 25 Jahre lang unter dem Bann der alten Geister. Und sie schreibt mit. In der Welt zwischen den Realitäten findet sie schliesslich ihre wahre Heimat. Die Zaunreiterin. Ihr Debütroman singt vom Tanz zwischen Schattenseiten und Licht.

Stimmen zum Buch

„[…] ich hatte große Freude an Ihrem Manuskript und Ihrer einzigartigen Art, Geschichten zu erzählen. Lichtlied fasziniert durch eine ungeheure Bildgewalt und einen Erzählstil, der sprachlich und gedanklich absolut einnehmend ist. Ihre assoziative, bildhafte Sprache zieht den Leser direkt hinein ins Tessin, zu den Schattenseiten menschlicher Sehnsüchte, Träume und Mythen. Sie schaffen es, mit Wortklängen, Symbolik und vielschichtigen Assoziationen eine Atmosphäre zu weben, die sich nur schwer einem oberflächlichen Verstehen erschließt und stattdessen förmlich erlebt werden möchte. Es ist wirklich beeindruckend, wie Sie das Vertraute hinter sich lassen und Ihre Leser in eine Welt voller Geheimnisse und Abgründe entführen. Besonders gelungen ist die Einflechtung von mehrstimmigen Perspektiven, die der Geschichte zusätzliche Tiefe geben. Auch die nuancierte Verbindung von Mythen und modernen Lebenskonflikten hebt Ihre Erzählkunst hervor und lässt uns in Gedankenwelten eintauchen, die sich zwischen Mystik und Realität bewegen.“

— Gutachten einer Lektorin —

Holen Sie sich Ihr Exemplar

lovelybooks.de

thalia.de

Amazon.de

Kontaktieren Sie uns


bottom of page